Sensorik ist zentral für sichere und robuste Armführung: Kraft-/Drehmomentsensoren, taktile Sensoren, Kameras sowie Nahbereichssensoren tragen unterschiedliche Informationen bei. Kraftsensoren an der Handgelenksachse erlauben die Erkennung von Kollisionen und die Umsetzung von Compliance-Reglern; vision-Systeme können Objekte lokalisieren und Positionsfehler kompensieren. Eine gut geplante Sensorfusion kombiniert diese Daten, berücksichtigt unterschiedliche Messraten und schätzt Zustände, bevor Entscheidungen in der Bahnsteuerung getroffen werden.

Kollisionsvermeidung nutzt sowohl Vorwissen über die Umgebung als auch reaktive Detektion. Modellbasierte Ansätze verwenden Umgebungsreconstructionsdaten, um erwartete Hindernisse zu berücksichtigen, während reaktive Methoden kurzfristig auf Sensordaten reagieren. Potentialfeld-Methoden, schnelle lokale Planer und modellprädiktive Steuerungen sind Beispiele für Algorithmen, die in unterschiedlichen Reaktionszeitszenarien angewandt werden können. In der Praxis werden oft Kombinationen genutzt, um die jeweiligen Stärken auszuspielen.
Bei der Integration ist die Synchronisation ein praktischer Punkt: Kameras liefern oft niedrigere Bildraten als Kraftsensoren, daher müssen Zeitstempel und Interpolationsstrategien verwendet werden. Latenzmanagement und Signalglättung sind notwendig, um Rauschen nicht direkt in Bewegungsbefehle umzusetzen. Ebenso sollten Sensorfehler und Ausfallmodi berücksichtigt werden: Redundanz und plausibilitätsprüfungen können die Zuverlässigkeit erhöhen, ohne die Reaktionsfähigkeit übermäßig zu beeinträchtigen.
Ein weiterer Aspekt ist die Kalibrierung zwischen Sensoren und Robotermodellem: Koordinatentransformationen, Kamerakalibrierung und Hand-Auge-Kalibrierung sind erforderlich, damit erkannte Objektpositionen korrekt in Trajektorien umgesetzt werden. Regelmäßige Kalibrierzyklen und Validierungstests helfen, Drift zu erkennen. Solche Maßnahmen tragen zur Stabilität von Kollisionsvermeidung und präziser Armführung bei.